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Hilfe bei Angst - Panik - Phobien

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Angst - Panik - Phobien
9. Angsttheorien und Behandlungsmethoden
   

Eine Reise von tausend Meilen
beginnt mit dem ersten Schritt

(Laotse 3. oder 4. Jh. v. Chr.)

Garten mit Pappeln
(Vincent van Gogh)

Bei der Behandlung von Angst- und Panikstörungen hat sich eine Kombination von folgenden Therapien/ Behandlungsmethoden als besonders wirkungsvoll erwiesen:

1. Tiefenpsychologisches Verfahren
die aufdeckende Methode
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2. Kognitive Therapie
die Korrigierung von Denkmustern
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3. Verhaltenstherapie
angstauslösende Situationen nicht mehr meiden
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4. Pharmakologische Therapie
die "schmerzfreie" Methode
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5. Entspannungsverfahren
die spannungsfreie Methode
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6. Hypnosetherapie
die älteste Methode
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7. Zusammenfassung
"sinnvolle" Kombination
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Des Weiteren möchte ich eine weitere Methode vorstellen, die zwar nicht zu den klassischen Therapien gehört, aber trotzdem sehr vielversprechend ist:

8. Luzides Träumen
das "Klarträumen" - Alpträume auflösen
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1. Tiefenpsychologisches Verfahren

Bei der tiefenpsychologischen Methode oder speziell bei der Psychoanalyse geht es nicht vorrangig um die Beseitigung der Symptome, sonder es wird der Vergangenheit große Aufmerksamkeit geschenkt.

- Verdecktes, Verdrängtes soll bewusst gemacht werden -
Durch das Bewusstwerden wird ein besseres Verständnis des Gesamtzusammenhangs erreicht. Symptomfreiheit ist praktisch ein "Nebeneffekt" einer erfolgreichen Psychoanalyse.

Nachteil: Oft werden weit mehr als 100 Stunden und 1-2 Jahre oder länger für eine Analyse benötigt. Zudem sind m. E. nach die Gründe, die zu einem Symptom (Angst) geführt haben, oft gar nicht mehr aktuell.
Es bleibt aber - auch wenn es die Gründe gar nicht mehr gibt - die "erlernte" Angst.

2. Kognitive Therapie
Bei der kognitiven Therapiemethode wird versucht, Verhaltesweisen und Gefühle, die als problematisch eingestuft werden, zu beseitigen, indem die Denkmuster geändert werden - also die Denkmuster, die der Betroffene sich über die Welt, die Zukunft und von anderen gebildet hat. Negative düstere Denkmuster sollen als logisch falsch entlarvt und durch eine positive Sichtweise ersetzt werden.

Wir sind das, was wir über uns selber denken und sagen!

Ein kleines Beispiel:
Jemand der Prüfungsangst hat, sollte nicht denken: "Ich werde morgen wieder durchfallen, versagen" oder "das schaffe ich doch nie".

sondern: " Ich werde diese Prüfung meistern, ich habe den Lernstoff gründlich gelernt….".

Ziel der kognitiven Therapie ist, Veränderungen der gestörten Gefühle und Verhaltensweisen durch Veränderung der Wahrnehmung und Gedanken des Betroffenen.

3. Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie entstand in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Sie wurde auf der Grundlage von lerntheoretischen Paradigmen (Beispiele, Muster) entwickelt.

Ziel der Verhaltenstherapie ist die Symptomfreiheit nach möglichst kurzer Zeit.
Ein tieferes Verständnis oder eine Bewusstmachung wie in der Psychoanalyse ist hier von zweitrangiger Bedeutung.
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass meist die Gründe, die zu den Symptomen (Angst) geführt haben, oft gar nicht mehr bestehen und deshalb auch keine Bewusstmachung und Aufarbeitung von Nöten ist.

Die Symptome sind "gelernt" und müssen wieder "verlernt" werden.

Lernen und Verlernen geschieht durch einen Lernprozess.
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass die Menschen, die Störungen entwickeln, von außen falsch konditioniert sind.

Hier setzt die Kritik an der Verhaltenstherapie von manch anderen Therapieeinrichtungen, an z.B. der humanistischen Richtung, die sagt, dass die Verhaltenstherapie den Menschen von außen determiniert (bestimmt) sieht und das innere Wachstum, die persönliche Verantwortung, die Willensfreiheit geleugnet oder nicht beachtet wird.

Wichtig aber für den Betroffenen bei dieser Methode: Er verlernt sein angelerntes negative Verhalten, seine (Angst-) Symptome, und das ist erstmal für die meisten Angstbetroffenen wohl das Wichtigste.

4. Pharmakologische Therapie
Eine Therapie mit Psychopharmaka, also mit Medikamenten, ist eigentlich gar keine Therapie im Sinne der Psychotherapie.
Oft wird diese "Therapie" von Therapeuten (meist Hausärzte etc.) benutzt, um eine Milderung der Symptome zu erreichen; z.B. bei Angstsymptomen, Panikattacken oder Depressionen. Aber anstatt sie stützend und ergänzend zu einer Psychotherapie zu verschreiben, bleibt es oft nur bei den Medikamenten, um die Symptome zu bekämpfen.

Die Ursache der Angst - also auch die Angst - bleibt meist und wird nur überdeckt. Medikamente alleine helfen weder die Vergangenheit aufzuarbeiten, noch Zukunft- und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Bei Langzeitanwendung besteht die Gefahr der Abhängigkeit - außerdem können Nebenwirkungen auftreten.

5. Entspannungsverfahren
- Entspannungsverfahren als Unterstützung bei der Therapie von Angststörungen -

Bei der Therapie von Angststörungen nehmen Entspannungsverfahren als Unterstützung der Therapie eine große Rolle ein.

Zu den bekanntesten Entspannungsverfahren zählen:
Autogenes Training (AT), Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Atementspannungsübungen, Yoga, Zen, Imagination (Gedankenreisen), Transzendentale Meditation (TM), Biofeedback usw.

Fast alle Entspannungsverfahren haben ihren Ursprung mehr oder weniger im indischen Yoga und seinen vielseitigen Meditationsmethoden.

Näheres entnehmen Sie bitte meiner Homepage www.techniken-der-bewusstseinserweiterung.de

6. Hypnosetherapie
Hypnose wird manchmal als die älteste Methode der Psychotherapie bezeichnet, ist schon bei den alten Sumerern und Ägyptern bekannt gewesen und wurde zur Heilung von Körper und Seele eingesetzt.

Hypnose ermöglicht es, einen natürlichen Zugang zu den eigenen Heilkräften zu bekommen.

In der Hypnotherapie gelangt man in Trance zu verschütteten und verdrängten Erinnerungen und diese können so wieder bewusst gemacht und somit auch verarbeitet und aufgelöst werden.

Die moderne Psychotherapie nutzt die enormen Möglichkeiten dieses Verfahrens für vielfältige Anwendungsbereiche und es ist ein wunderbares Mittel zur Behandlung von Ängsten und Phobien

7. Zusammenfassung
Viele Therapien unterscheiden sich stark voneinander. Das kommt daher, dass es verschiedene Richtungen / Schulen in der Psychologie gibt, die jeweils von anderen Grundsätzen und Menschenbildern ausgehen.

- Gemeinsames Ziel aller Richtungen -

Ziel aller Richtungen ist es aber, die Störungen (Angststörungen) zu beseitigen und statt dessen eine stabile Gesundheit mit guten Bewältigungsstrategien zu setzen.

- Jeder Mensch ist einzigartig -

Wichtig ist meines Erachtens, dass jeder Mensch einzigartig ist. Jede Angststörung, auch wenn sie sich von ihrer Symptomatik her ähneln und auch in ihrer Entstehung Gemeinsamkeiten aufweisen, muss individuell behandelt werden.
Jede Behandlung/ Therapie muss individuell abgestimmt werden.

8. Luzides Träumen - Klarträumen
Luzid kommt aus dem lateinischen luzid = klar, leuchtend.

Luzides Träumen oder Klarträumen ist die Fähigkeit, bei vollem Bewusstsein seine Traumwelt zu bereisen.

Im Schlaf erholt sich nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist.

- Ca. 4 Jahre träumen wir im Leben -

Je nachdem wie lange wir leben, schlafen wir ca. 20-25 Jahre lang. In diesem Vierteljahrhundert des Schlafens träumen wir also insgesamt ca. 4 Jahre!

Träume sind u.a. dazu da, Tageserlebnisse zu verarbeiten, dass Gelernte im Gehirn "richtig abzulegen" und auch nicht selten werden Probleme während der Traumzeit gelöst.

Manche von uns wissen gar nicht, dass sie träumen oder bestreiten dies sogar.
Eigentlich schade - nicht wahr?

Wenn wir uns alle an unsere Träume erinnern und diese richtig deuten könnten, würde sich das Leben wohl deutlich zum Positiven verändern. Heute geht man davon aus, dass wohl nur der Träumende selber seine Träume deuten kann - wenn auch mit fachlicher Unterstützung.

Gehen wir einen Schritt weiter:
Was wäre, wenn wir uns nicht nur an den Traum erinnern würden, sondern das wir im Traum wüssten, dass wir träumen, der Bewusstseinszustand im Traum also nicht getrübt wäre?

- Klarträumer können Inhalt und Verlauf ihrer Träume bestimmen -

Wir können tatsächlich unsere Träume nicht nur bewusst erleben, sondern auch Inhalt und Verlauf unserer Träume steuern!

Aber nichts im Leben - wie es so schön heißt - gibt es umsonst. Das Klarträumen müssen wir üben und trainieren. Die Belohnung für diese Anstrengung und Ausdauer sind aber gewaltig.

- Im Schlaf Problem lösen -

Wir können tatsächlich im Schlaf Probleme lösen, Wünsche ausleben, indem wir unsere Träume bewusst steuern und gestalten.
Klarträumen kann uns auch in Lebenskrisen helfen und uns Kraft geben bei Entscheidungen, Selbsterkenntnis und sogar bei der Sterbevorbereitung.

Für den von Alpträumen Betroffenen aber wohl das wichtigste: Wir können bewusst in Alpträume eingreifen.

Wie quälend Alpträume sein können, wissen viele von uns zu berichten. Viele Alpträume kommen wieder und wieder.

In der Technik des luziden Träumens oder Klarträumens können wir nicht nur in normale Träume sondern auch in Alpträume bewusst eingreifen und sie beseitigen.

Drohende Gestalten im Alptraum können wir z.B. "stellen" und Fragen stellen wie "Wer bist Du?", "Was willst Du von mir?"
Die Gestalten verschwinden oder verändern sich, verlieren ihre Bedrohlichkeit. Die "bedrohende" Kraft kann aber zur "helfenden" Kraft werden.

Kann es zu einer Verlagerung des für den Alptraum verantwortlichen Prozesses kommen?
Ganz auszuschließen ist dies wohl nicht. Deshalb ist es wichtig, immer nach dem "warum" zu fragen und eine Art Traumarbeit zu leisten. Zudem sollte eine fachliche Begleitung bei evtl. Problemen und Fragen zur Seite stehen.

Wer sollte nicht Klarträumen?
Z.B Menschen mit schweren Depressionen oder eine Psychose (Schizophrenie).

Seit wann gibt es eigentlich das Klarträumen?
Das Klarträumen ist in vielen Kulturen bekannt. So bei den Indern (Traumyoga), bei den südamerikanischen Indianer, bei den australischen Aboriginis und früher bei uns im Westen bei den Kelten und Druiden. Leider ist dieses Wissen bei uns verloren gegangen und erst wieder in den letzten 2-3 Jahrzehnten entdeckt worden.

Wie erlerne ich das Klarträumen?
Es gibt verschiedene Techniken. Gerne helfe ich Ihnen dabei.

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